Reine Drucksache – auf den Fülldruck kommt es an

Reifen leisten Schwerstarbeit. Sie müssen fahrdynamische Kräfte auf die Fahrbahn bringen und das Gewicht des Fahrzeugs verkraften. Doch nicht etwa der Reifen selbst trägt das Fahrzeuggewicht, sondern die in ihm eingeschlossene Luft! Beim Abrollen werden die Pneus zudem ständig durchgewalkt, und dies umso stärker, jegeringer ihr Fülldruck ist. Starkes Walken aber erzeugt beträchtliche Wärme, die im Ernstfallzur völligen Zerstörung des Reifens mit entsprechend fatalen Folgen führen kann. Selbst aus ökonomischer Sicht ist ein korrekter Reifen-Fülldruck von Bedeutung: Bei zu geringem Fülldrucksteigen nämlich Reifenverschleiß und Kraftstoffverbrauch gleichermaßen an.

Seit sich aber Selbstbedienungstankstellen durchgesetzt haben, wird dem richtigen Reifendruck viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Stichproben-Untersuchungen zeichnen denn auch mit schöner Regelmäßigkeit einbedenkliches Bild: Nur rund jeder vierte Autofahrer hat den richtigen Druck in seinen Pneus! Etwa zehn Prozent sind sogar mit gefährlich geringer Luftfüllung (Minderdruck mehr als 0,6 bar) unterwegs!

Konsequenz: Reifendruck regelmäßig kontrollieren!

Jeder Reifen verliert permanent etwas Luft, denn völlig dicht ist keiner. Das können pro Monat zwar nur ein paar hundertstel Bar sein, im Laufe der Zeit aber addiert sich der schleichende Druckverlust auf gefährlich hohe Werte. Die reine Sichtprüfung ist allerdings genauso unzuverlässig wie der „fachmännische“ Kick gegen die Seitenwand. Selbst gefährliche Druckabweichungen von mehr als 0,5 bar sind nach diesen Methoden praktisch nicht  erkennbar. Nur ein Druckmesser (Manometer) kann genaue Auskunft geben. Die Reifen müssen bei der Kontrolle aber noch kaltsein, denn im Fahrbetrieb führt die Erwärmungzwangsläufig zum Druckanstieg, der schnell ein halbes Bar ausmachen kann. Daher bei warmen Reifen keinesfalls Luft blassen!

Schleichende Druckverluste an nur einem Rad deuten meist auf Beschädigungen an Reifen oder Felge hin. Und in die Lauffläche eingefahrene Fremdkörper sind gar nicht mal so selten. Doch muss es in diesen Fällen nicht unbedingt zum sofortigen Druckverlust kommen. Oft tritt tatsächlich zunächst nur ein allmählicher Luftverlust auf, der erst bei hohen Belastungen und dann umso plötzlicherzum Totalversagen führen kann. Verletzungsspuren an der Seitenwand, aber auch Fehler am Ventil können zudem Ursache von Druckverlusten sein.

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